Erinnerung und Bewegung

Plakat der Portuguese Cinema Days 2022

Die Ausgabe 2022 bewegte sich zwischen Erinnerung und Neuerfindung. Neunzehn Filme stellten restaurierte Klassiker des portugiesischen Kinos neben einige der gewagtesten zeitgenössischen Arbeiten des Landes, ein Dialog zwischen den Generationen, der sich an aufeinanderfolgenden Novemberabenden entfaltete.

Manuela Serras frisch restaurierter The Movement of Things, ein einzigartiges, lange übersehenes Porträt des Dorflebens, bildete den historischen Strang. Dagegen boten João Pedro Rodrigues' Will-O'-The-Wisp und Miguel Gomes' und Maureen Fazendeiros The Tsugua Diaries verspielte, formal erfindungsreiche Visionen von Begehren, Zeit und dem Filmemachen selbst.

Gäste vor den Festivalplakaten, darunter Rua dos Anjos

Das alltägliche Portugal zog sich ebenfalls durch das Programm, in Susana Nobres Jack's Ride und Laura Gonçalves' warmherzigem animierten Memoir The Garbage Man, Filme, die Zärtlichkeit und Humor in gewöhnlichen Leben finden. Viele der Filmemacher waren im Saal. Renata Ferraz kam, um Rua dos Anjos vorzustellen, den sie gemeinsam mit Maria Roxo inszeniert hat.

João Pedro Rodrigues stellte seinen Will-O'-The-Wisp vor, und Susana Nobre ihren Jack's Ride, beide blieben nach den Vorführungen, um mit dem Publikum zu sprechen. Cristina Pinheiro präsentierte Menina, und Alexandre Siqueira seinen animierten Kurzfilm Purple Boy.

Im Moviemento während der Ausgabe 2022

Sophia-Zoë Spiegel kam, um ihren Dokumentarfilm Fado – For the Love of Saudade vorzustellen. Manuela Serras restaurierter The Movement of Things kam mit einem eigenen leidenschaftlichen Fürsprecher: Hannes Bruhwiler, Festival-Programmgestalter und langjähriger Verehrer des Films, reiste an, um ihn selbst vorzustellen.